Der Stifter
Ludolf Schiffer (1930–2016)
Ludolf Schiffer wurde 1930 in Oberhausen als jüngster von vier Brüdern geboren. Seine akademische Ausbildung vereinte von Beginn an zwei scheinbar verschiedene Welten: Zunächst studierte er Chemie in Bonn, ergänzte dies jedoch durch ein Theologiestudium in Bonn und Freiburg.
Geistliche Laufbahn
Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1964 wirkte Schiffer zunächst längere Zeit in Köln Porz-Ensen als Seelsorger. Ab 1977 war er Pfarrer der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Leverkusen-Alkenrath, wo er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2001 tätig blieb. Im Ruhestand ließ er sich in Leverkusen-Schleebusch nieder.
Publikation
1986 veröffentlichte Schiffer das Werk „Berufen zur Freiheit“ im Butzon & Bercker Verlag, Kevelaer. Die Schrift spiegelt sein lebenslanges Nachdenken über die Verbindung von Glaube, Freiheit und Verantwortung wider.
Seine zentrale Vision war es, Naturwissenschaft und Kirche zu verbinden – und zu zeigen, dass Glaube und wissenschaftliche Forschung keine gegensätzlichen Positionen einnehmen müssen.
Stiftungsgründung
Im Jahr 2016 konkretisierte sich Schiffers lebenslanges Anliegen in der Gründung einer Stiftung im Erzbistum Köln, die später zur heutigen Stiftung Naturwissenschaft und Kirche in Essen wurde. Mit dieser Stiftung schuf er ein dauerhaftes institutionelles Fundament für den Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften.
Ludolf Schiffer starb am 5. Dezember 2016 in Hannover.
Steckbrief
| Geboren | 1930 in Oberhausen |
|---|---|
| Studium | Chemie (Bonn), Theologie (Bonn, Freiburg) |
| Priesterweihe | 1964 |
| Pfarrer | Köln Porz-Ensen; Leverkusen-Alkenrath (1977–2001) |
| Publikation | Berufen zur Freiheit, 1986 |
| Stiftung | Gegründet 2016 |
| Gestorben | 5. Dezember 2016, Hannover |